„Merci“ heißt es in der Steinmetzgruppe <a href="https://www.facebook.com/groups/tailleurdepierre"target="_blank">Tailleur de Pierre</a> bei Facebook: „Danke an die Kollegen auf der Baustelle. Danke an die Partner. Danke an die Institution Rebâtir Notre-Dame de Paris“ (Notre-Dame Wiederaufbauen).

In einem beispiellosen Kraftakt hat die Nation die Kathedrale wiederhergestellt / Zahlreiche Erkenntnisse zu den Bauweisen um 1160

Am 07. und 08. Dezember 2024 wird Notre-Dame de Paris wiedereröffnet. In einem beispiellosen Kraftakt haben die Franzosen seit dem Feuer in der Nacht zum 16. April 2019 in nur fünfeinhalb Jahren erst das Bauwerk gesichert, die Schäden aufgenommen, es von Schadstoffen gesäubert und schließlich wieder hergestellt.

Überall ist die Rede von einer „außergewöhnlichen Mobilisierung“ im ganzen Land.
Die Stimmung kurz nach der Katastrophe lässt sich anhand eines Berichts aus der französischen Fachzeitschrift Pierre Actual wiedergeben: „Um den 28. April 2019 herum, an einem Sonntagnachmittag wenige Tage nach dem Feuer, kursierte eine Mail in den Netzwerken der französischen Restauratoren: ,Wir müssen morgen in Paris sein und Teams von Steinmetzen für Notre-Dame zusammenstellen‘ … Nach einer kurzen Nacht waren montags eine Reihe von Spezialisten für Stein-Restaurierung auf der Baustelle. Damit sich nicht gleich die gesamte Branche auf den Weg machen würde, war die Rundmail auf den Kreis der wirklichen Experten beschränkt gewesen.“ (siehe Link unten).
 


Centre national de la recherche scientifique (CNR 2021: Notre-Dame de Paris, A Vessel of Stone and iron. Forschung zu den Materialien und den Folgen des Feuers.
 

Was das Ersetzen der – glücklicherweise wenigen – totalgeschädigten Kalksteine betraf, ging es zunächst darum, die Steinbrüche mit dem passenden Material zu finden. „Es sind zwar nicht die originalen Abbaustätten, aber sie liegen allesamt im Bassin von Lutétien, wo auch die Steine vorher gewonnen worden waren“, schrieben wir in einem Bericht. Dann wurden die besten Rohblöcke herausgesucht und für die neue Verwendung zugeschnitten.

Anmerkung: die benötigten rund 1000 m³ Kalkstein sind im Vergleich zu der Gesamtmenge in den Mauern nicht viel, sprengen für eine Restaurierung jedoch bei weitem den üblichen Rahmen.

Spektakulär war auch die Bereitstellung der teils mehr als 20 m langen Eichenbalken für die Wiederherstellung von La Flèche.

Wir haben zu ein paar interessanten Quellen verlinkt, etwa zu den Forschungsarbeiten parallel zum Wiederaufbau, zur Rolle des digitalen Doppels oder zum Ablauf der Arbeiten.

Science magazine

Digitales Doppel (1, 2)

Ablauf der Arbeiten

“Notre Dame de Paris: Ever Closer to Reopening”

See also:

(06.12.2024)