Mit einer künstlerischen Intervention von Sofie Thorsen wird der in Planung befindliche Laborneubau für das Robert Koch-Institut (RKI) in Berlin-Wedding bereichert. Der Entwurf „Notizen“ der Wiener Künstlerin setzte sich in einem vom Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR) durchgeführten Wettbewerb durch und wurde im September von einer unabhängigen Jury mit dem 1. Preis ausgezeichnet. Auslober und Bauherr ist das Bundesministerium für Gesundheit (BMG), vertreten durch das BBR. Eigentümerin des geplanten Neubaus ist die Bundesanstalt für Immobilienaufgaben (BImA).
Das Werk basiert auf der Idee, analog festgehaltene Forschungsnotizen in ein Bodenmosaik zu übertragen und so eine eigentlich flüchtige, kurzlebige Visualisierung in eine dauerhafte Form zu überführen.
Die konkreten Inhalte möchte die Künstlerin gemeinsam mit Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des RKI erarbeiten. Die Darstellungen können dabei aus Schriften, Zahlen, Kritzeleien und Zeichnungen bestehen. Die Bodenarbeit soll im Kolonnadengang ausgeführt werden, als Materialien sind Granit und Marmor vorgesehen.
Mit dem 2. Preis zeichnete die Jury ein aus vier abstrakten Skulpturen bestehendes Werk ohne Titel von Benjamin Hirte (Berlin) aus. Den 3. Preis erhielt Astrid Köppe (Berlin) für ihren Entwurf „Aggregation“. Für das Werk „Invaders“ sprach das Preisgericht der Künstlergruppe inges idee (Berlin) zudem eine Anerkennung aus.
Im Rahmen der Neustrukturierung der Liegenschaften des Robert Koch-Instituts entsteht an der Seestraße 10 in Berlin-Wedding ein zusätzliches Laborgebäude, das Haus 7. Mit dem Neubau werden an dem Standort weitere Labor- und Büroflächen geschaffen. Gleichzeitig erhält die bestehende Liegenschaft ihren städtebaulichen Abschluss. In einem vom BBR durchgeführten Planungswettbewerb konnte sich 2023 das Büro SWAP Architekten (Wien) mit seinem Entwurf durchsetzen. Das Bauvorhaben befindet sich aktuell in der Planungsphase.
Alle Beiträge für Kunst am Bau zu diesem Projekt sind vom 08. bis 22. Oktober 2026 im Ernst-Reuter-Haus, dem Berliner Dienstsitz des BBR, zu sehen. Die Ausstellung ist von Montag bis Freitag zwischen 9 und 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt ist frei.
Quelle: Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung (BBR)

